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Käse in der Schwangerschaft: was erlaubt ist

Von Redaktion Kochen-Rezepte.com · Aktualisiert am

Verschiedene Käsesorten auf einem Holzbrett

In der Schwangerschaft ändern sich viele Essgewohnheiten – und beim Käse verunsichert die Frage besonders oft: Was ist erlaubt, was besser nicht? Der Hintergrund ist das Risiko einer Listeriose, einer durch Bakterien (Listerien) ausgelösten Infektion, die für das ungeborene Kind gefährlich sein kann. Die gute Nachricht: Die meisten Käsesorten sind unbedenklich, wenn man ein paar Regeln kennt.

Worauf es ankommt

Zwei Dinge entscheiden, ob ein Käse sicher ist:

  1. Pasteurisiert statt Rohmilch: Beim Pasteurisieren wird die Milch erhitzt und Keime werden abgetötet. Rohmilchkäse hingegen kann Listerien enthalten.
  2. Keine Weichkäse-Rinde: Auf der feuchten Oberfläche von Weißschimmel- und Rotschmiere-Käse können sich Listerien besonders gut vermehren – selbst wenn die Milch pasteurisiert wurde.

Erlaubt: diese Käse sind unbedenklich

  • Hartkäse: Parmesan, Bergkäse, Emmentaler, alter Gouda.
  • Schnittkäse aus pasteurisierter Milch: junger Gouda, Edamer.
  • Frischkäse und Hüttenkäse aus dem verschlossenen Becher.
  • Feta und Mozzarella aus pasteurisierter Milch (Angabe auf der Packung).
  • Jeder Käse, der vollständig durcherhitzt wurde – etwa auf einer überbackenen Pizza, im Auflauf oder in der heißen Suppe.

Besser meiden

  • Rohmilchkäse jeder Art (Kennzeichnung „aus Rohmilch“).
  • Weichkäse mit Weißschimmel: Camembert, Brie.
  • Weichkäse mit Rotschmiere: Limburger, Romadur, Harzer.
  • Blauschimmelkäse: Gorgonzola, Roquefort.
  • Käse von der offenen Theke und die Rinde von Käse generell.

Die einfache Faustregel

Wer unsicher ist, merkt sich zwei Dinge: pasteurisiert und ohne weiche Rinde ist in der Regel sicher – und durcherhitzter Käse ist immer erlaubt, weil die Hitze eventuelle Listerien abtötet. So muss man auf Käse in der Schwangerschaft keineswegs komplett verzichten. Im Zweifel hilft ein Blick auf die Packung oder die Nachfrage bei der Hebamme oder Ärztin.

FAQ

Häufige Fragen: Käse in der Schwangerschaft: was erlaubt ist

Welcher Käse ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Unbedenklich sind Käse aus pasteurisierter Milch ohne Weißschimmel- oder Rotschmiere-Rinde – etwa Hartkäse (Parmesan, Bergkäse, Gouda, Emmentaler), Schnittkäse und Frischkäse aus dem verschlossenen Becher. Auch jeder Käse, der vollständig durcherhitzt wurde (z. B. überbackene Gerichte), ist sicher.

Welcher Käse ist in der Schwangerschaft tabu?

Vermieden werden sollten Rohmilchkäse sowie Weichkäse mit Weißschimmel- oder Rotschmiere-Rinde (Camembert, Brie, Gorgonzola, Limburger) – auch aus pasteurisierter Milch. Grund ist das Risiko einer Listeriose. Käse von der offenen Theke und die Rinde generell besser meiden.

Ist Feta oder Mozzarella in der Schwangerschaft erlaubt?

Ja, sofern sie aus pasteurisierter Milch hergestellt sind – das steht auf der Packung. Feta und Mozzarella aus pasteurisierter Milch sind unbedenklich; von Rohmilch-Varianten sollte man absehen.