Rotkohl – klassisch selbst gemacht
- Vorbereitung
- 20 Min
- Kochzeit
- 60 Min
- Gesamt
- 80 Min
- Portionen
- 6
- Schwierigkeit
- Einfach
Rotkohl – im Süden Blaukraut – gehört für viele zum Festtagsbraten wie die Klöße: dunkelrot, süß-säuerlich und mit Apfel und Gewürznelken sanft geschmort. Selbst gemacht schmeckt er deutlich besser als aus dem Glas und ist dabei fast von allein fertig.
Ein kleines Detail entscheidet über die Farbe: der Essig. Er hält den Kohl appetitlich rot, während er ohne Säure ins Bläuliche kippt. Ansonsten braucht Rotkohl nur eines – Zeit. Eine Stunde sanft geschmort, wird er weich und aromatisch, und am nächsten Tag schmeckt er sogar noch besser.
Zutaten
für 6 Portionen
- 1 Rotkohl (ca. 1 kg)
- 2 Äpfel
- 1 Zwiebel
- 3 EL Apfelessig
- 2 EL Zucker
- 3 Gewürznelken
- 2 Lorbeerblätter
- 2 EL Butterschmalz oder Öl
- 200 ml Wasser oder Brühe
- Salz
Zubereitung
- Vorbereiten Den Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen und fein hobeln oder schneiden. Zwiebel würfeln, Äpfel schälen und raspeln.
- Andünsten Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel glasig dünsten. Rotkohl und Apfel zugeben und kurz mitdünsten.
- Würzen & Schmoren Essig, Zucker, Nelken, Lorbeer und Wasser zugeben, salzen. Zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 1 Stunde schmoren, gelegentlich umrühren.
- Abschmecken Lorbeer und Nelken entfernen. Mit Salz, Zucker und Essig abschmecken, bis die Balance aus süß und sauer stimmt.
Tipps aus der Küche
- Der Essig ist wichtig – er hält die Farbe schön rot. Ohne Säure verfärbt sich der Kohl beim Kochen bläulich (daher „Blaukraut“).
- Rotkohl braucht Zeit: mindestens eine Stunde sanft schmoren, damit er weich und aromatisch wird. Am nächsten Tag schmeckt er noch besser.
- Für eine winterliche Note passen ein Sternanis oder etwas Zimt, für Fruchtigkeit ein Schuss Apfelsaft oder Rotwein.
Nährwerte je Portion
Geschätzte Werte – abhängig von Marke und Portionsgröße.
Häufige Fragen: Rotkohl – klassisch selbst gemacht
Warum wird mein Rotkohl blau?
Rotkohl reagiert auf den pH-Wert: In saurem Milieu bleibt er rot, in basischem wird er bläulich. Deshalb gibt man Essig oder sauren Apfel dazu – das hält die appetitliche rote Farbe.
Kann ich Rotkohl vorbereiten und einfrieren?
Ja, sehr gut. Rotkohl schmeckt aufgewärmt sogar besser und lässt sich problemlos einfrieren. Damit ist er ideal, um das Weihnachtsessen zu entlasten – einfach am Vortag kochen.
Wie wird Rotkohl schön weich?
Er braucht Zeit und niedrige Hitze: mindestens eine Stunde sanft schmoren. Fein gehobelter Kohl gart schneller als grob geschnittener. Etwas Flüssigkeit im Topf verhindert, dass er anbrennt.